Safe Abortion Week 2026

Die Safe Abortion Week 2026 bringt rund um den internationalen Safe Abortion Day am 28. September verschiedene Veranstaltungen, Perspektiven und Stimmen nach
Chemnitz.

Gemeinsam möchten wir Sichtbarkeit schaffen, informieren, enttabuisieren und Räume für Austausch eröffnen. Die Veranstaltungsreihe wird von der Chemnitzer Kooperationsgemeinschaft sexuelle Bildung organisiert – einem Zusammenschluss verschiedener Träger und Initiativen, die sich für sexuelle und reproduktive Rechte einsetzen. Im Mittelpunkt steht eine Wanderausstellung mit anonymen Erfahrungsberichten zu
Schwangerschaftsabbrüchen. Die Ausstellung macht persönliche Perspektiven sichtbar, schafft Raum für Gespräche und setzt ein Zeichen gegen Stigmatisierung und Schweigen.

Veranstaltungen

Vernissage „Stimmen“

29. Juni 2026 | 17:00–19:00 Uhr
AIDS-Hilfe Chemnitz e.V

Die Kooperationsgemeinschaft Sexuelle Bildung lädt herzlich zur Vernissage der Wanderausstellung „Stimmen“ ein. Mit der Ausstellung möchten wir rund um den Safe Abortion Day einen Raum schaffen, in dem anonyme Erfahrungsberichte zu Schwangerschaftsabbrüchen sichtbar werden und unterschiedliche Perspektiven ihren Platz finden. Uns ist wichtig, ein Thema aufzugreifen, das im Alltag oft verschwiegen wird, obwohl es viele Menschen betrifft und gesellschaftlich wie politisch von großer Bedeutung ist. Anhand persönlicher Berichte, Eindrücke und Perspektiven möchte die Ausstellung dazu anregen, genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und unterschiedliche Lebensrealitäten ernst zu nehmen. Die Veranstaltung versteht sich als Einladung, sich mit einem gesellschaftlich relevanten Thema auseinanderzusetzen und solidarische Haltung sichtbar zu machen. Wir freuen uns auf alle, die Interesse haben, zuzuhören, mitzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Anschließend wandert die Ausstellung durch verschiedene Einrichtungen und Orte in Chemnitz und wird bis November öffentlich, niedrigschwellig und kostenfrei zugänglich sein.


Finissage „Stimmen“ inkl. buntem Programm

25. September 2026 | 16:00-24.00 Uhr
im Subbotnik e.V.

Zum Abschluss der Ausstellung „Stimmen“ laden wir herzlich zur Finissage mit einem vielfältigen Abendprogramm ein, rund um empowernde Perspektiven, gesellschaftlichen Austausch und Kultur. Ab 16.00 Uhr sind Ausstellung und Café geöffnet und bieten Raum zum Ankommen, Austauschen und gemeinsamen Verweilen. Von 17.30 bis 18.30 Uhr laden wir zu einem interaktiven Quiz rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch ein. Im Anschluss geben wir um 19.00 Uhr Einblicke in das Projekt und die Inhalte der Ausstellung, bevor um 19.30 Uhr ein Kurzfilm den Abend filmisch ergänzt. Ein besonderer Höhepunkt folgt um 20.00 Uhr mit der Lesung aus dem Buch „Wir doch nicht“ und einem anschließenden Gespräch mit der Autorin Nora Burgard-Arp. Ab 21.00 Uhr sorgt die Band Superbusen mit einem Konzert für einen musikalischen Ausklang, bevor der Abend bei Kneipe, Gesprächen und gemütlichem Beisammensein bis Mitternacht ausklingt. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend voller Begegnungen, Gespräche, Kunst und Musik — kommt vorbei und feiert mit uns den Abschluss der Ausstellung!


Safe Abortion Day – Infostand

28. September 2026
am Rathausplatz Chemnitz

Am internationalen Safe Abortion Day sind wir mit einem Infostand, Musik, Merch und Informationsmaterialien auf dem Rathausplatz vertreten. Kommt vorbei, informiert euch, tauscht euch aus und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen für reproduktive Rechte und Selbstbestimmung.


Safe Abortion Day – Infostand

28. September 2026
am Rathausplatz Chemnitz

Am internationalen Safe Abortion Day sind wir mit einem Infostand, Musik, Merch und Informationsmaterialien auf dem Rathausplatz vertreten. Kommt vorbei, informiert euch, tauscht euch aus und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen für reproduktive Rechte und Selbstbestimmung.


„Wir doch nicht“ von Nora Burgard-Arp

„Wir doch nicht“ heißt das Romandebüt von Nora Burgard-Arp. Es spielt in einer dystopischen Zukunft in Hamburg um das Jahr 2050. Das Buch beschreibt auch wie eine freie Demokratie zu einem totalitären Regime geworden ist. Es geht dabei um Mathilda, sie ist 37 Jahre alt. Sie lebt in einer Diktatur, in der die faschistischen Partei Sieg für Deutschland und die Deutschen, also SfDD, regiert. Das Verhütungs- und Abtreibungsverbot ist nur eines der Beispiele, wie durch die Gesetze der SfDD Frauen Stück für Stück ihre Selbstbestimmungsrechte aberkannt wurden. Erst als Mathilda ungewollt schwanger wird, wird ihr das Ausmaß des Gefängnisses, in dem sie lebt, völlig bewusst.

Buch „Wir doch nicht“ erscheint im Katapult Verlag.


Kurzfilm (2024) „Neun Tage im August“ von Ella Knorz

Lea ist 18 und schwanger. Während der scheinbar sorgenfreien, endlosen Sommertage zwischen Freibad, Feiern und Sonnenaufgängen dahinplätschern, muss sich Lea in der Bürokratie einer Abtreibung zurechtfinden. „Neun Tage im August“ wurde an einem Tag geschrieben, an vier Tagen mit einer Crew aus zwei Menschen und vier Schauspielenden gedreht.


Diese Maßnahme wird gefördert aus Mitteln der Förderrichtlinie für den „Lokalen Aktionsplan für Demokratie, Toleranz und für ein weltoffenes Chemnitz